Die Schriftstellerin Maire NDiaye
| Ein Artikel von Melanie Minden | ![]() |
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Die 1967 geborene französische Schriftstellerin Maire NDiaye erhielt 2001 den Prix Femina, 2009 den wichtigsten französichen Literaturpreis Prix Goncourt und 2010 den Bansemer & Nyssen Dramatiker Preis. Sie schreibt seit 25 Jahren: Romane, Theaterstücke, Drehbücher. Zur Zeit lebt sie mit Ehemann und drei Kindern in Berlin, nachdem sie Frankreich aufgrund seiner “vulgären” Atmosphäre unter der Sarkozy-Regierung verlassen hat.
Ihr mit dem Prix Goncourt ausgezeichneter Roman “Drei starke Frauen” erschient nun in einer exzellentetn Übersetzung von Claudia Kalscheuer auf Deutsch.
Es ist ihr erster Roman, der in Afrika spielt und besteht aus drei einzelnen dramatischen Geschichten, alle handeln von Verrat und Gewalt, vom Exil in Afrika. Am schlimmsten ist das Schicksal einer jungen Witwe, die von der Familie ihres Mannes ausgesetzt als Prostituerte in einem Durchgangslager landet und dort erschossen wird. Ein typische afrikanische Tragödie. Marie Ndiaye schafft es aber dennoch den Leser mit ihrer einmalig leichten klassischen Sprache zu ermutigen und aufzubauen. Sie sieht als Aufgabe der heutigen Literatur nicht mehr das Aufzeigen des Negativen und Aufrütteln des leichtlebigen Wohlstandslesers, sondern das Gegenteil: die Betonung des Positiven. Ihre Helden und tragischen Figuren verlieren niemals, egal was ihnen geschieht und angetan wird, ihre Würde und innere Stärke.
Der Stil Marie Ndiayes wird von Literaturkritikern hochgelobt, ihre Sprache schwebt, als wären die Worte von Luft getragen. Trotz Tragik ein unvergleichliches Lesevergnügen.
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