Michael Jackson

Pünktlich zu Michael Jacksons Todestag läuft seine Vermarktung auf Hochtouren. Seit seinem Tod im Jahr 2009 ist die Bilanz aus monetärer Sicht mehr als positiv: Die Einnahmen aus dem Verkauf von Tonträgern, Songrechten und Filmverwertung beträgt laut Berechnungen eines amerikanischen Branchenmagazins über eine Milliarde Dollar.
Der “King of Pop” hat damit dem “King of Rock’n'Roll”, Elvis Presley, nach seinem Tod in kommerzieller Hinsicht als Spitzenreiter abgelöst. Auch für die Zukunft sieht es gut aus: Zwischen Michael Jacksons Plattenfirma (Sony) und seinen Erben wurde im März ein Vertrag über 8 Jahre geschlossen. Vorgesehen ist die Veröffentlichung von zehn Alben mit zum Teil unveröffentlichten Songs. Der Erlös, der für dieses Projekt kalkuliert ist, beläuft sich auf mindestens 250 Dollar.
TV-Sondersendungen, eine Auktion mit Devotionalien aus Jacksons Nachlass und die Veröffentlichung einer neuen Platte kurbeln die Vermarktungsmaschinerie zum ersten Todestag auf ein neues an.
Ob sich auch zukünftig so ausnehmend gut am “King of Pop” verdienen lässt muß sich zeiten. Mit “This is it” wurden weltweit zwar 250 Millionen Dollar eingespielt, aber die Jahre vor seinem Tod war es ruhig um den weltbekannten Popstar. Sein letztes, im Jahr 2001 erschienenes Album “Invincible”, war nach Jackson-Maßstäben ein relativer Flop.
Vermarktungsstrategisch betrachtet kam sein unerwarteter Tod zu einem passenden Zeitpunkt: Nach Ankündigung der “This is it”-Tour stand er wieder im allgemeinen Medieninteresse. Es gab einen fantastischen Vorverkauf und viele Unkenrufe über das Scheitern einer solch gewaltigen Tour. Die Angst, dass es nie wieder ein Ereignis in einer solchen Dimension geben könnte, potenziert das posthume Interesse an seinen Werken um ein vielfaches - zumindest vorübergehend.



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