Die Schriftstellerin Christa Wolf

Die Schriftstellerin Christa Wolf hat ein neues Buch geschrieben, einen autobiographischen Roman mit dem Titel ?Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud?. Ein Roman, der sich unter anderem sehr viel mit dem Genuss am Essen auseinandersetzt. Diesen hätte Christa Wolf, wie sie zugibt, erst von ihrem Mann Gerhard gelernt, mit dem sie seit den gemeinsamen Studententagen in Jena zusammen ist und schon bald den 60. Hochzeitstag feiert. Gerne erinnert sich die renommierte Schriftstellerin auch an den Geschmack ihrer Kindertage, in denen für sie Kochschinken, Kakao und Käse den Höchstgenuss darstellten.

Wolfs neuer Roman spielt in Los Angeles, einer Stadt die autobiographische Bezüge trägt, denn sie lebte 1978 in Kalifornien, wohin sie während einer schwierigen Phase in ihrem Leben flüchtete, nämlich dann als ihre Stasiakten offen gelegt wurden, in denen sie nicht nur als Opfer vermerkt war. Auch deshalb, gibt Christa Wolf zu, sei ihr das Schreiben und Aufarbeiten nicht leicht gefallen. Gerade die Auseinandersetzung mit der Stasivergangenheit, die in ihrem Roman eine große Rolle spielt, sei für sie die größte Herausforderung gewesen. Dennoch war Wolf klar, dass ihre Erfahrungen und Erlebnisse in diesem Roman verarbeitet werden sollten. Vor allem eine Frage zieht sich laut der Schriftstellerin durch den ganzen Roman: ?Kann man schlechtes Gewissen durch Meeresrauschen wegspülen??, eine schwierige Frage, die auch sie selbst nicht zu beantworten vermag.



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