“Das Leben nach dem Kokon”
| Ein Artikel von Melanie Minden | ![]() |
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In der Videolesung Das Leben nach dem Kokon geht es um einen kleinen Jungen namens Linus, der sich fühlt als lebe er in einem Kokon. Zu Beginn der Lesung beobachtet er, wie ein Gerichtsvollzieher gerade dabei ist, verschiedene Sachen zu pfänden und wie das wenige Hab und Gut dass ihm und seinen Eltern bleiben sollte, in Kisten verpackt wird. Sie würden in ein anderes Viertel, dem sogenannten Schlachthofviertel umziehen. Während Linus mit seinen Eltern nur tatenlos zusehen kann, wie die Dinge ihren Lauf nehmen und der Gerichtsvollzieher Häkchen für Häkchen auf seiner Liste abhakt, so wendet sich Linus besonders seinem Vater zu. Er merkt, wie der Vater einen komischen Geruch, ein sehr ekeliges Aftershave an sich hatte, das er nur trug, wenn es regnete oder wenn er zu Beerdigungen gehen musste. So ahnte der kleine Linus bereits, dass all das Vorgehen vor seinen Augen kein gutes Ende haben würde. Als der Gerichtsvollzieher dabei war, selbst Linus Vaters Anzug, den er am eigenen Leibe trug, anzupreisen, wurde es dem Kleinen zuviel und er rannte davon. Er ignorierte das Rufen seines Vaters und rannte einfach drauf los, bis er vor einem großen Haus stand, von dem gesagt wurde, dass sich die Hausherrin die Pulsadern aufgeschnitten hatte und niemand vermochte seither in einem Suizidhaus zu leben….
Das Leben nach dem Kokon ist eine Literatur für sehr anspruchsvolle Leser und bringt einem deutlich zum Nachdenken.
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