Über die Gestaltung des Berliner…
| Ein Artikel von Herman Lauterbach | ![]() |
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Über die Gestaltung des Berliner Schlossplatzes scheint alles gesagt worden. Medien, Bevölkerung und die Stadt Berlin wollen sich nicht mehr mit diesem Thema beschäftigen. Als Sparmaßnahme wurde der Baubeginn des Schlossplatzes um drei Jahre verschoben. Nachdem zwischen 2006 und 2007 der Palast der Republik abgerissen wurde, entstand der Berliner Schlossplatz auf dem Gelände. Dort soll das Berliner Stadtschloss mit drei Außenfassaden neu aufleben. Dahinter ist der Bau des Humboldt-Forums geplant. Doch die Schlossplatz-Debatte ist noch nicht beendet. Wie die prominenteste Brachfläche Deutschlands zu gestalten ist, wird weiter ein Thema bleiben. Immerhin schenkt der spätere Baubeginn den Beteiligten Zeit zum Nachdenken. Amerika und New York würden bei der Diskussion über die Gestaltung des Ground Zero wohl auch keine Rücksicht auf erschöpfte Debattenteilnehmer nehmen.
Kultur, Kunst und Wissenschaft soll sich im Humboldt-Forum entfalten. Es ist zu hoffen, dass durch die bauliche Verzögerung die Idee einer Bibliothek in den Mauern des Stadtschlosses keinen Staub ansetzt und sich die Verantwortlichen nicht in Entlosdiskussionen über die Gestaltung des Schlossplatzes verlieren. Was gebraucht wird, ist ein dauerhafter Inhalt für die Schlossfassaden, eine Form des Humboldt-Forums, die den Eignungstest besteht. Der große Wurf muss her, eine Idee, an der es nichts mehr zu rütteln gibt. Diese Idee in eine passende architektonische Form gepackt, macht Berlin reicher an kulturellem Wissen. Kunst und Wissenschaft erstrahlen aus den Mauern des Berliner Stadtschlosses.
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