Stefan Zweigs Novelle “Angst”

“Angst” nennt Stefan Zweig seine Novelle, die in Salzburg auf den Festspielen vorgetragen wird. Eine junge, hübsche, verheiratete Mutter von zwei Kindern beginnt vor lauter Müdigkeit am Glück ein Verhältnis mit einem Pianisten. Ihr Ehemann bekommt die Affäre raus, allerdings stellt er seine Frau nicht zur Rede. Da er Anwalt ist, enscheidet er sich dazu, mit einer Hinterlist, sie zu einer Entscheidung zu führen. Sie soll am Abgrund stehen und sich dann entweder für ihre Familie oder für ihren sogenannten “Sprung” entscheiden.
Ihr Ehemann hetzt ihr also eine arbeitslose Erpresserin hinterher, diese stellt immer höhere Ansprüche an sie. Als die Ehefrau schon im Begriff war, Gift zu kaufen, schreitet der Gatte ein. Jezt hat er sie da, wo er sie haben wollte.
Die Schuld seiner Frau war groß, aber sein viel größer, weil er ihr die Fall als Profi gestellt hatte.
Von der untreuen Gattin handelt die Novelle von Stefan Zweig. So darf die ehebrecherische Frau auf der Bühne, diese Erkenntnis selbst bekommen. Der Dialog wird das Unterschlagene und das Deplacierte. Der Schauspieler umhüllt seine Figur mit einer entgegenkommenden Nachrede. Der Schauspieler ist auch gleichzeitig der Erzähler und mehr als nur eine Figur.



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