Der Abgang Karin von Welcks

Als Ende Juli Bürgermeister Ole von Beust seinen Rücktritt vollzog entschied sich die Kultursenatorin Karin von Welck zeitgleich ebenfalls die politische Bühne zu verlassen. Als Hoffnungsträgerin 2004 in das Amt gehoben sollten mit Ihr die goldenen Kulturzeiten in der Hansestadt eingeläutet werden. Die Vorschußlorbeeren waren riesig, als Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder hatte Karin von Welck sich einen guten Namen gemacht.

Ihr Aufgabenfeld in der Stadt war klar gegliedert und Ihre Mission war ebenfalls klar: Die vollkommen verwaiste Kulturszene in der Hansestadt Hamburg wieder in ein würdiges Licht zu rücken. Neue Sponsoren und alte verlorene Mäzene wieder für Hamburg zu interessieren.
Für viele Ausstehende begann der langsame Niedergang bereits im Jahr 2008. Unglückliche Entscheidungen, für viele aus einer Finanznot heraus getroffen, wurden mit Protesten in der Künstlerszene begleitet. Das größte negative Ereignis dürfte wohl das Hamburger Prestigeobjekt, die groß angekündigte Elbphilharmonie gewesen sein. Bedingt durch eine Verdreifachung der Kosten auf derweil 323 Millionen Euro und Streitereien vor Gericht hat sich das Prestigeobjekt zum Debakel entwickelt.

Ob die Stelle eines Kultursenators bzw. Senatorin jemals wieder in der Hansestadt besetzt wird ist noch nicht geklärt. Es gibt viele Stimmen die der 63 jährigen Karin von Welck nachtrauern und der Zukunft aus kultureller Sicht nicht mehr so positiv gegenüberstehen. Sie wäre zu unrecht für Dinge und Tatsachen verantwortlich gemacht geworden für die Sie überhaupt nichts könne.



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