Der Brite Frank Kermode
| Ein Artikel von Herman Lauterbach | ![]() |
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Er verstand es, akademische Kenntnisse und journalistische Fähigkeiten zu verbinden. Seine Kritiken erfüllten Vorbildfunktion und waren auf höchstem Niveau geschrieben. Am Dienstag verstarb der Brite Frank Kermode. Er wurde 90 Jahre alt. Seine letzte Ruhe fand er in Cambridge (Großbritannien).
Schüler hat Frank Kermode keine hinterlassen. Auch prägte der britische Kritiker keinen erkennbaren Stil. Doch eines war herausragend: Seine einzigartige Neugier. Geboren wurde er 1919 auf der Isle of Man. 1991 schlug man ihn zum Ritter.
Der Kritiker Frank Kermode war das beste Beispiel für journalistische und akademische Zusammenführung und zeigte, das beides trotz der Unterschiede auf einer Höhe stehen kann. Inspiration holte er sich aus der englischen Kultur. Die Voraussetzungen waren ideal für ihn. Kermode gehörte zu den bekanntesten Autoren der britischen Literaturzeitschrift “London Review of Books”. In seinen über 200 Artiklen war auch die jüngste Literatur Thema. Er studierte Shakespeare, Spenser und Donne und erwarb dadurch Urteilssicherheit und die Fähigkeit überraschende Einsichten zuzulassen. Frank Kermode, der an der University of Liverpool studierte, war Professor in London und Cambridge. Er veröffentlichte etwa 40 Bücher mit literaturwissenschaftlichen und kritischen Beiträgen.
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