OID-Projekt in Kenia
| Ein Artikel von Anna Lena Bauer | ![]() |
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OID hat mehrere Hilfsprojekte in Afrika ins Leben gerufen. An dieser Stelle möchten wir ihnen das Projekt in Kenia, das Land und den Erfahrungsbericht der Klientin Jane M. Akinyi Gilo etwas näher vorstellen.
Das Land Kenia – Allgemeine Informationen
Rund ein Viertel der kenianischen Bevölkerung (36,9 Millionen) lebt in extremer Armut, die meisten Einwohner sind Analphabeten. Obwohl ein Großteil der Menschen in der Landwirtschaft tätig ist, sind lediglich 20 Prozent der Fläche Kenias für Agrarzwecke nutzbar, wegen zu karger Böden und zu geringer Niederschläge. Neben Kaffee und Tee für den Export werden vor allem diverse Getreide- und Obstsorten für den Eigenbedarf angebaut.
Neben der Knappheit der nutzbaren Anbaufläche leiden die Menschen immer wieder unter den Folgen von Dürren und Überflutungen.
Derzeit kommt es in Kenia immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen, die bereits zahlreiche Todesopfer forderten. Hintergrund sind die Präsidentschaftswahlen vom 27.12.2007, aus denen der amtierende Präsident Mwai Kibaki als Sieger hervorging. Die Opposition um Raila Odinga zweifelte jedoch das Ergebnis an, was zu zahlreichen gewalttätigen Ausschreitungen führte. Die Lage ist durch Flüchtlingswellen und die damit verbundene Knappheit an Wasser und Lebensmitteln weiterhin angespannt.
Opportunity International arbeitet in Kenia bereits mit über 7.000 Klienten zusammen. Für viele unter Armut leidende Menschen in den ländlichen Regionen Kenias ist es allerdings sehr mühsam, überhaupt zu einer weit entfernt liegenden Bank zu gelangen. Außerdem ist es teuer, denn die Kreditnehmer müssen dafür auch noch ihren Arbeitsplatz verlassen.
Aus diesem Grund ist es Ziel von Opportunity International Kenia, eine Bank zu errichten, die sich primär um die Belange der Armen kümmert. Dabei kommen Techniken zum Einsatz, die es ermöglichen, auch Klienten in entlegenen Teilen des Landes zu erreichen.
Dazu gehören zum Beispiel die elektronische Abwicklung von Bankgeschäften oder mobile Bankensysteme. Die bereits vorhandenen fünf Standorte in Kenia wurden außerdem noch durch eine Zentrale in Nairobi ergänzt.
Eine Klientengeschichte: Jane M. Akinyi Gilo - Schneiderin
Jane M. Akinyi Gilo ist schon einige Jahre bei Opportunity International Kenia. Sie befindet sich bereits in ihrem achten Kreditzyklus.
Sie führt eine Schneiderei in Kibuye sowie eine weitere Filiale auf einem Markt in Kisumu. Mit Hilfe der Darlehen von Opportunity und ihrer eigenen unternehmerischen Fähigkeiten gelang es ihr, die kleine Schneiderei Schritt für Schritt weiter auszubauen.
Mittlerweile fühlt sie sich auch für die jungen Frauen in ihrer Nachbarschaft verantwortlich: Einige von Janes Zöglingen haben sich mittlerweile selbstständig gemacht und versorgen damit ihre eigenen Familien. Jane sorgt für ihre Familie und ihre zwei Kinder. Außerdem kümmert sie sich noch um die Waisen in ihrer Gemeinde. „Die Teilnahme am Mikrofinanz-Programm hat mir die Möglichkeit gegeben, meine unternehmerischen und wohltätigen Fähigkeiten in einer Weise einzusetzen, die ich mir früher nie erträumt hätte”, sagt Jane. „Opportunity International tut den Menschen in meiner Gemeinde sehr gut.”
Text- und Bildquelle: OID
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